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„Spenden sind für uns unglaublich wichtig und spürbar!“

„Spenden sind für uns unglaublich wichtig und spürbar!“

Wie wichtig sind private Spender und Unternehmen als Sponsoren für die St. Anna Kinderkrebsforschung?
Unglaublich wichtig und sehr spürbar, denn wir verdanken ihnen den Großteil unseres Budgets. Dabei handelt es sich um kleine Beträge von Privatpersonen ebenso wie um Unternehmensspenden. 2015 waren es rund 220 Firmen, das sind treue Unterstützer, für die wir sehr dankbar sind.

Welche Forschungsergebnisse gibt es aktuell beim Kinderkrebs?
Die Chance auf Heilung liegt heute bei 80 Prozent, vor 40 bis 50 Jahren, wo es kaum Forschungen gab, waren solche Zahlen noch unvorstellbar. Unser Forschungsinstitut gibt es seit 30 Jahren. Bei der häufigsten Krebsart bei Kindern, der akuten lymphoblastische Leukämie, liegen die Heilungschancen heute sogar bei 90 Prozent, da ist über die Jahre hinweg ganz viel Forschungsarbeit eingeflossen, die dieses Ergebnis möglich gemacht hat. Wir haben etwa heute hochpräzise Methoden zur Überwachung des Heilungsfortschritts. Dem gemäß stimmen wir die Therapie maßgeschneidert auf jedes Kind ab. Dazu muss man auch sagen, dass diese Fortschritte auch durch die hervorragende internationale Zusammenarbeit von Kinderärzten ermöglicht wurde. Die Spezialisten sind international vernetzt, was sehr wichtig ist, da Krebs bei Kindern sehr selten ist und daher auf nationaler Ebene nicht genügend Daten vorhanden sind. Der Erfolg bei den Heilungsfortschritten geht also auch auf kooperative Behandlungsstudien zurück, die ohne Forschung nicht möglich wären.

Was erwarten Sie für die Zukunft?
Ich bin überzeugt davon, dass wir bei den Krebsarten, die wir heute noch schlecht behandeln können, etwa weil sie quantitativ schon sehr weit fortgeschritten sind und uns das Zeitfenster für die Behandlung zu kurz ist, noch große Fortschritte machen werden. Durch neue Erkenntnisse in der Molekularbiologie und durch den Einsatz der Bioinformatik – die Erfassung der Daten ist enorm aufwendig – wird uns bei den Heilungsraten wieder ein großer Sprung nach vorne gelingen. Zum Vergleich: Vor 40 Jahren hatten wir nur ein Medikament, viele Kinder wurden rückfällig. Heute haben wir fünf bis sieben, die wir kombinieren, dadurch sind die Heilungschancen viel besser. Ähnliches erwarten wir uns durch neue Forschungsansätze für die nächsten Jahre.

Redaktion: cpg - corporate publishing group, Foto: (c) St. Anna / Michael Liehr
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