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Es kommt auf das Bewusstsein an!

Es kommt auf das Bewusstsein an!

Sein Erfolgsgeheimnis: Der Wille, Dinge einfach bestmöglich zu machen. Und: Großzügigkeit. Gegenüber Mitarbeitern, Partnern und der Gesellschaft. Als Ambassador des Österreichisches Roten Kreuzes etwa, als Direkt-Spender, zuletzt als einer der wesentlichen Unterstützer von Dr. Siegfried Meryns neuer Non-Profit-Organisation  (NPO) „Nein zu krank und arm“ (www.neinzukrankundarm.at)

Wieso haben Sie sich persönlich engagiert?
Schmid: Ich war immer überzeugt, dass man teilen muss, wenn es einem halbwegs gut geht. Meine ehrliche Bewunderung gilt den vielen Menschen, die bei Aktionen wie Licht ins Dunkel spenden. Da sind Mindestrentner dabei, die vielleicht nur fünf Euro geben – aber das ist viel mehr wert, als wenn jemand wie ich Tausend Euro spendet.

Glauben Sie, dass sich Unternehmen in Zukunft stärker auf ihre soziale Verantwortung konzentrieren werden?
Schmid: Das ist ein langsamer Prozess. Aber er ist in Gang gesetzt, immer mehr Unternehmen planen, einen Prozentsatz vom Gewinn für soziale Zwecke auszugeben. Es gibt Vorzeigeunternehmen, die sehr viel auf diesem Gebiet leisten. Hans Peter Haselsteiner etwa, der mit Pater Georg Sporschill viel erreicht, oder Didi Mateschitz, der um viele Millionen eine Klinik baut. Da gibt es schon eine ganze Reihe von Leuten. Manche reden wenig darüber. Dabei wäre das wichtig. Es geht um Bewusstseinsbildung, dafür braucht es Vorbilder. Wenn der Kollege spendet, engagiert man sich auch, anstatt sich das vierte Auto zu kaufen.

Wäre das nicht die Aufgabe des Sozialstaates?
Schmid: In jedem System gibt es Schwächen. Wenn Menschen den Sozialstaat missbrauchen, wird am Ende zu wenig Geld da sein. Wir haben heute in Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, 800.000 Menschen, die armutsgefährdet sind. Besonders betroffen sind alleinerziehende Mütter. Der Staat kann nicht überall sein. Da braucht es die Menschen in den Unternehmen, die sich engagieren und etwas beitragen. Wer kein Geld entbehren kann, soll auf andere Art helfen. Spenden sind steuerlich absetzbar, es gibt viele Organisationen, die ganz genau wissen, wo der Schuh drückt – da kann man sich engagieren.

Das Interview führte Stefan Schatz
Foto: Thomas Jantzen Fotografische Arbeiten

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