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INVESTITION IN DIE GESELLSCHAFT

INVESTITION IN DIE GESELLSCHAFT

Fotocredit: Industriellenvereinigung

 

Erdbeben, Flutkatastrophen, Dürre, Krieg – aufgrund des Klimawandels und der politischen Unruhen häufen sich weltweit die Katastrophen und treiben viele in die Flucht oder Armut. An vielen Orten der Welt bedeutet keine Hilfe: kein Überleben. Damit es Benachteiligten besser geht, engagieren sich weltweit zahlreiche Hilfsorganisationen. Ermöglicht wird das durch Spenden. Sie sind ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft. Die rasant fortschreitenden globalen Herausforderungen benötigen jedoch neue Strategien zur Bewältigung des zunehmenden Bedarfs an humanitärer Hilfe. Mehr denn je ist das Engagement der Politik in enger Kooperation mit Unternehmen, NPOs und Bürgern gefragt.

 

Priorität Armutsbekämpfung

„Wir sind die erste Generation, die Armut beenden kann, und die letzte, die Maßnahmen ergreifen kann, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern“, sagte der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon beim internationalen Friedenstag 2016. Ein Jahr zuvor waren 193 UN-Mitgliedsstaaten für die nächsten fünfzehn Jahre eine Partnerschaft für Frieden und Wohlstand für alle Menschen und für den Schutz der Umwelt und des Klimas eingegangen. Oberstes Ziel der 17 Sustainable Development Goals: die Bekämpfung der Armut. „Gerade die soziale Schere schneidet für zu viele Menschen die Zukunft ab, schwächt den sozialen Zusammenhalt und schafft politische Instabilität“, kritisiert die Armutskonferenz. „Niemand ist offiziell für Armut. Aber Armut wird mittlerweile einfach in Kauf genommen.“ Auch in Österreich. Hier waren laut Statistik Austria im vergangenen Jahr 1.563.000 Menschen gemäß EU-Definition armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.

 

Nachhaltig investieren

Armut ist aber nicht unausweichlich. Es gibt genügend Möglichkeiten, mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern. Eine innovative Form, gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischen Aktivitäten zu verbinden, ist Social Investment. „Wir verstehen das als Investitionen in die Gesellschaft“, sagt Barbara Coudenhove-Kalergi von der Industriellenvereinigung. „Unternehmen, die ihr Geld für soziale Anliegen oder die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen einsetzen, wollen, dass es effizient passiert.“

Damit beschreibt Social Investment eine neue Denkhaltung: öffentliche und private Ausgaben können im Sozialbereich Investitionscharakter haben. „Das bedeutet: Es geht nicht um soziale Kosten, sondern um eine soziale Rendite – sprich, eine gesellschaftlich positive, spürbare und auch in Geld messbare Wirkung des Investments in der Gesellschaft“, so Coudenhove-Kalergi. Es geht sogar noch gezielter: Beim Impact Investing steht nicht allein die Rendite im Vordergrund, Investoren verfolgen bestimmte Investments in ökologische und soziale Ziele. Mit dieser neuen Art der Geldanlage lässt sich unternehmerisches Potenzial zur Lösung gesellschaftlicher Probleme mit gutem Gewissen in Einklang bringen.

 

 

 

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