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SPENDEN IM DIGITALEN ZEITALTER

SPENDEN IM DIGITALEN ZEITALTER

Fotos © Victoria Zwiauer

Das Spenden von Geld und Gütern hat eine lange Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich aber nicht nur die Motive und Funktionen des philanthropischen Gebens stetig verändert, durch die zunehmende Digitalisierung gibt es vor allem auch neue Möglichkeiten, zu spenden.

Weltweit zeigt das dynamische Wachstum von Spendenportalen, dass auch im Wohltätigkeitssektor die Digitalisierung Einzug gehalten hat. „Wir sehen eine große Chance im Online-Fundraising“, sagt Emanuel Riccabona von der österreichischen Spendenplattform Impactory. „Zwar werden viele Spenden noch mittels Zahlscheinen oder Bargeld durchgeführt, aber gerade junge Menschen spricht das nur mehr bedingt an.“ Das Internet ist sozial, und durch die digitalen Technologien gibt es auch neue Möglichkeiten, das eigene Netzwerk miteinzubeziehen. „Social Media Posts oder Blog-Beiträge sind nur zwei Möglichkeiten, anderen über sein Engagement zu erzählen und andere zum Mitmachen zu motivieren – egal ob als Privatperson oder Unternehmen“, sagt Impactory-Mitbegründerin Elke Pichler.

Einfach klicken und Gutes tun
Für die gern als „Digital Natives“ bezeichnete Generation gehört das Internet längst zum Selbstverständnis ihrer Alltagskultur. Es ist daher naheliegend, dass gerade junge Menschen, die bereit sind, anderen zu helfen, Spendenplattformen nutzen. Für spendensammelnde Organisationen bedeuten digitale Medien zusätzliche Kanäle der Mittelbeschaffung. Der Zugang zur mobilen Generation bewirke ein höheres Spendenaufkommen. Der digitale Spendenmarkt habe für Unternehmen viele Vorteile. „Für sie bietet unsere Impact-Page einen digitalen, interaktiven, messbaren und markenwirksamen Weg, Gutes zu tun“, sagt Riccabona. „Unternehmen können damit laufend ihre Reichweite für gute Zwecke einsetzen, indem sie den Link zu ihrer Impact-Page in ihre digitale Kommunikation integrieren. Auf Anfrage bieten wir auch maßgeschneiderte
Lösungen an.“

Transparenz und Seriosität
Gerade auf Spendenplattformen ist Transparenz, Seriosität und Wirkung des Spendenwesens Grundvoraussetzung für den Erfolg. „Für eine Listung auf unserer Plattform ist uns wichtig, dass die Organisationen konkrete Projekte durchführen und dazu auch entsprechendes Bild- und Textmaterial verfügbar ist, um unseren Usern einen guten Eindruck von den Projekten vermitteln zu können“, so Pichler. Haben sich die Organisationen registriert, werden sie nach den oben genannten Kriterien überprüft. „Nach jeder
getätigten Spende erhält jede/r Spender*in auf unserer Plattform zudem eine Danke-Mail“, sagt Riccabona. „In dieser bieten die Organisationen den Spender*innen an, mit ihnen in Austausch zu treten und sich über die Projekte zu informieren.“ Das passiert unter anderem in Form von Links zu Facebook-Seiten, Blog-Beiträgen oder den Kontaktdaten der Geschäftsführung. „Dadurch überlassen wir es unseren Usern, wie intensiv sie sich mit den Projekten und Organisationen auseinandersetzen möchten“, fügt
Pichler hinzu. „Ein sozialer Fußabdruck zeigt an, wie viel man mit seinen Aktivitäten bewirkt hat.“ Wie auf Spendenplattformen üblich, ist auch bei Impactory die Nutzung für Privatpersonen mit keinerlei Kosten verbunden. „Gemeinnützige Organisationen bezahlen weder Setup-Fees noch laufende Fees“, so Riccabona. „Nur wenn eine Spende eingeht, werden fünf Prozent für den Betrieb der Plattform in Rechnung gestellt. Impact-Seiten für Unternehmen werden abhängig vom Umsatz des Unternehmens bepreist und als Jahresgebühr verrechnet.“ Zwar sind Onlinespender*innen noch in der Minderheit, doch infolge der Entwicklung zunehmender Onlinespenden-Anteile wird sich in den kommenden Jahren der Fundraising-Sektor immer stärker aufs Internet verschieben.

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