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BENEDIKT GLEICH: FIXE SPENDENZUSAGE

BENEDIKT GLEICH: FIXE SPENDENZUSAGE

Foto © Frank Müller

BENEDIKT GLEICH, GRÜNDER ONLINE-BUCHPORTAL BUCH7.DE:
„Eine bessere Welt kann auch durch viele kleine Schritte erreicht werden.“

Fünf Prozent des Umsatzes als Spende
Wie die Verbindung von menschlicher Kompetenz und Kapital aussehen kann, zeigt der deutsche Buchhändler buch7. Seit seiner Gründung spendet das Unternehmen einen großen Teil seines Gewinns an sozial, kulturell oder ökologisch wertvolle Projekte. „2013 haben wir uns dann fest auf den Anteil von mindestens 75 Prozent festgelegt“, sagt Geschäftsführer und Gründer Benedikt Gleich. „Auch in Jahren, in denen wir keinen Gewinn machen, spenden wir trotzdem erhebliche Summen. Im Rückblick haben diese Spenden gut fünf Prozent unseres Umsatzes ausgemacht.“ Vor mehr als zehn Jahren wurde buch7 tatsächlich als Weltverbesserungs-Projekt gegründet. Doch am Anfang stand die Erkenntnis, dass es viel mehr gute Ideen für eine bessere Welt gibt als Geld, um diese zu verwirklichen. Der Gründungszweck von buch7 war daher, Finanzierungsquelle für wertvolle Projekte zu sein. „Deswegen ist uns
auch in der Unternehmensführung die Höhe der Spenden viel wichtiger als der Gewinn, der am Schluss übrig bleibt (oder nicht)“, so Gleich. Da es bei Büchern die Buchpreisbindung gibt, können die großen Onlinehändler keinen Preiswettkampf starten und der Kunde zahlt überall gleich viel. „Das Besondere im Buchmarkt ist also, dass Kunden bei uns etwas Gutes tun können, ohne dass es sie einen Cent mehr kostet“, so Gleich. „In einem breiteren Kontext
liegt unsere Philosophie in der Überzeugung, dass eine bessere Welt auch durch viele kleine Schritte erreicht werden kann. Wir sind überzeugt, dass in der Marktwirtschaft die Kunden den Schlüssel zu sozialeren und ökologischeren Unternehmen selbst in der Hand halten, wenn sie entsprechend einkaufen.“ In diesem Sinne ist buch7 die Verwirklichung einer Utopie: Ein Unternehmen, das wirtschaftlichem Erfolg mit Gewinn für die Allgemeinheit verbindet, das seine Mitarbeiter dennoch gut bezahlen kann und trotzdem im Preiswettbewerb nicht verliert. „Wir sehen uns als das moralische Gegenmodell zu den großen Konzernen im Onlinehandel und sozusagen als kleine Insel der Seligkeit, auf der die Märkte tatsächlich eine Kraft sind, die Gutes schafft“, so der Gründer. Ein festes Raster bei der Auswahl der geförderten Projekte gibt es dabei nicht. „Oft sind es gemeinnützige Vereine, aber manchmal auch private Initiativen“, sagt der Geschäftsführer. „Wir wollen die bürokratischen Anforderungen für die Spendenempfänger*innen so gering wie möglich halten. Deshalb ist jede Förderung eine Einzelfallentscheidung und alle Projekte werden bei uns in einem demokratischen Prozess gesichtet. Inzwischen sind rund 100 Projekte zusammengekommen und mit den aktuellsten Sponsorings und Spenden insgesamt 500.000 Euro!“
buch7.de/announcements/sponsored_projects

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